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Trinkwasser aus Verbrauchersicht
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Was heilt es?

Was mich hier verwirrt, ist die Tatsache, dass es einen gesetzlichen Grenzwert von 250mg/l gibt, ein Wert über 1200mg/l aber als Heilwasser durchgeht. Google informiert, dass Sulfate schweren Durchfall verursachen können und Sulfat Betonwände und Rohrleitungen schädigen kann.
Achtung: Warnhinweise und KontraindikationenDa Heilwasser eine medizinische Wirkung hat, ist es nicht für jeden in unbegrenzten Mengen geeignet. Das Arzneimittelgesetz schreibt vor, dass Gegenanzeigen (Kontraindikationen) deutlich auf dem Etikett stehen müssen.
Wann ist Vorsicht geboten?Häufige Warnhinweise auf Heilwasserflaschen betreffen:
  • Herz- und Niereninsuffizienz: Wer unter eingeschränkter Flüssigkeitsverträglichkeit leidet, darf bestimmte (hochmineralisierte) Wässer nicht oder nur nach Rücksprache trinken.
  • Bluthochdruck: Natriumreiche Heilwässer sind für Menschen mit salzarmer Diät oft ungeeignet.
  • Spezielle Steinleiden: Bei bestimmten Arten von Harnsteinen (z. B. Calciumoxalatsteine) kann ein zu hoher Calciumgehalt kontraproduktiv sein.
  • Infektionen: Bei bestimmten Harnwegsinfekten (z. B. durch E. coli) ist eine Alkalisierung des Urins durch Hydrogencarbonat manchmal nicht erwünscht.
Merke: Ein Blick auf das Kleingedruckte ist bei Heilwasser Pflicht! Dort steht auch die Dosierungsempfehlung, um Nebenwirkungen wie beispielsweise eine zu stark abführende Wirkung bei sulfatreichen Wässern zu vermeiden.
Auf der Seite "Deutsche Heilbrunnen" steht zu lesen, was das Tolle an Sulfat in Heilwässern ist. 
"Sulfat - eine sanfte „Verdauungshilfe"
Sulfat ist eine natürliche Schwefelverbindung, die vor allem für ihre verdauungsfördernde Wirkung bekannt ist. Sulfat regt den Gallefluss an und wirkt auch im Darm verdauungsfördernd, indem es in den unteren Darmabschnitten Wasser bindet. Seine Eigenschaften können besonders im Zusammenspiel mit Magnesium und Calcium noch verstärkt werden.

Funktionen von Sulfat:
  • Beteiligung am Bau der Proteine
  • Beteiligung am Aufbau der Knorpelsubstanz
  • Beteiligung an der Festigkeit von Haut und Haaren
Wirkungen sulfathaltiger Heilwässer:
  • fördern die Funktion von Bauchspeicheldrüse und Gallenblase
  • unterstützen die Verdauung
  • können Calcium-Phosphat-Harnsteinen vorbeugen
  • unterstützen die Behandlung chronischer Harnwegsinfekte
  • sind als Getränk bei erhöhtem Blutfettspiegel geeignet
  • unterstützen die Behandlung von Adipositas (Fettleibigkeit)
  • liefern zusätzlich lebenswichtige Mineralstoffe und Spurenelemente
Die inneren Werte: Welches Wasser hilft wogegen?Da jedes Heilwasser eine andere Gesteinsreise hinter sich hat, ist auch die Zusammensetzung individuell. Je nach dominierendem Mineralstoff ergeben sich unterschiedliche Einsatzgebiete:
  • Magnesium-reich: Unterstützt bei Stress, Wadenkrämpfen und stärkt die Konzentration.
  • Calcium-reich: Ein wichtiger Baustein für die Knochengesundheit (Prävention von Osteoporose).
  • Hydrogencarbonat-reich: Der natürliche Puffer bei Sodbrennen und Reizmagen, da es Säure neutralisiert.
  • Sulfat-reich: Bringt die Verdauung sanft in Schwung und unterstützt Galle und Bauchspeicheldrüse.

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