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Trinkwasser aus Verbrauchersicht
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⚖️ Rechtlicher Hinweis & Haftungsausschluss

Wichtig: Die hier bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und Information zum Stand der Trinkwasserverordnung (Januar 2026). Sie stellen keine Rechtsberatung und keine technische Fachplanung dar.

  • Ohne Gewähr: Trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernommen werden.
  • Keine Haftung: Die Nutzung von Mustertexten, Checklisten und Kalkulationen erfolgt auf eigene Gefahr. Eine Haftung für Schäden ist ausgeschlossen.
  • Einzelfallprüfung: Dieser Beitrag ersetzt keine Beratung durch einen Rechtsanwalt, ein zertifiziertes Fachlabor oder einen qualifizierten Sanitärfachbetrieb.

Stand: Januar 2026. Bei gesundheitlichen Bedenken oder rechtlichen Streitfällen wenden Sie sich bitte an entsprechende Fachstellen.

Wo kann dieser Keim auftreten?

10/31/2025

 
Pseudomonas aeruginosa ist der Inbegriff eines "Feuchtkeims" und eines "Krankenhauskeims" (nosokomialer Erreger). Seine Anspruchslosigkeit an die Lebensbedingungen und seine Fähigkeit, sich an Oberflächen zu befestigen und zu vermehren (Biofilme), machen ihn im feuchten Umfeld eines Krankenhauses besonders gefährlich und schwer zu eliminieren.
Hier sind die relevantesten Orte im Krankenhaus, an denen Pseudomonas aeruginosa auftreten kann und Infektionen auslösen kann:


1. Die Wasserinstallation (Kalt- und Warmwasser)
Da Pseudomonas ein Wasserkeim ist und sich auch im kalten Wasser vermehren kann, sind alle Bereiche der Trinkwasserinstallation kritisch:
  • Wasserauslässe:
    • Wasserhähne und Perlatoren (Siebe) an Waschbecken, insbesondere in Patientenzimmern und Behandlungsräumen.
    • Duschköpfe und Schläuche, da die Keime hier Aerosole bilden und in die Atemwege gelangen können.
  • Trinkwasserleitungen:
    • Nicht durchströmte Leitungsstränge oder Stagnationsbereiche, wo das Wasser lange steht.
    • Biofilme an den Innenwänden der Rohre, die den Keim auch nach Desinfektion immer wieder freisetzen können.
  • Sonstige feuchte Geräte:
    • Waschbecken, Spülmaschinen und Toiletten.


2. Medizinische Geräte und Therapie-Utensilien
Diese Keimquellen sind besonders gefährlich, da sie direkten Kontakt mit Wunden, Schleimhäuten oder den Atemwegen des Patienten haben:
  • Atemtherapie:
    • Beatmungsschläuche und deren Zubehör.
    • Luftbefeuchter, Vernebler und Aerosoltherapiegeräte.
    • Inkubatoren (Brutkästen) für Neugeborene.
  • Wundbehandlung:
    • Wundspüllösungen, wenn sie kontaminiert sind.
    • Kontaminierte Verbandsmaterialien oder Instrumente.
  • Invasive Medizin:
    • Harnwegskatheter und Dauerkatheter-Systeme.
    • Intravaskuläre Katheter (Venenkatheter), über die Keime direkt in die Blutbahn gelangen können.
    • Dialysegeräte und deren Zubehör.


3. Patientennahe Umgebung und Produkte
  • Oberflächen: Flächen in der unmittelbaren patientennahen Umgebung (z. B. Nachttische), die mit Keimen aus Wunden oder dem Wasser kontaminiert sind.
  • Flüssige Produkte:
    • Seifenbehälter und Flüssigseifenspender (insbesondere, wenn sie nachgefüllt werden).
    • Manchmal auch Desinfektionsmitteldosieranlagen, wenn diese unsachgemäß gereinigt werden oder der Keim gegen das Mittel resistent ist.
    • Blumenvasen (das Wasser in Blumenvasen).
  • Personal: Die Übertragung kann auch direkt über das medizinische Personal (Hände) erfolgen, wenn Hygienemaßnahmen nicht strikt eingehalten werden.
Aufgrund dieser vielfältigen Vorkommen zählt Pseudomonas aeruginosa zu den häufigsten Erregern von nosokomialen Infektionen (im Krankenhaus erworbenen Infektionen) weltweit und erfordert in Kliniken höchste Hygieneanforderungen.

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