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Trinkwasser aus Verbrauchersicht

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Krisenkommunikation bei einer Trinkwasserwarnung
Wurden Sie von Ihrer Stadt / Ihrer Gemeindeverwaltung schon mal darüber informiert, dass Keime In ihren Trinkwasser gefunden wurden?
Ja, dann klingt das wahrscheinlich so ähnlich: 

Die offizielle Version
WICHTIGE BÜRGERINFORMATION
In einer Mitteilung vom 24.10.2023 informieren die Stadtwerke Grauenthal darüber, dass es bei einer routinemäßigen Netzkontrolle im Bereich der Hochzone Nord zu einer mikrobiologischen Auffälligkeit gekommen ist. Dabei wurde eine geringfügige Überschreitung der Grenzwerte der Trinkwasserverordnung festgestellt. Um jegliches Risiko für die Bevölkerung auszuschließen, hat das Gesundheitsamt in Abstimmung mit dem Wasserversorger entschieden, für die betroffenen Haushalte vorsorglich ein Abkochgebot auszusprechen. Hinsichtlich der Maßnahmen zur Wiederherstellung der Qualität teilen die Verantwortlichen mit, dass die Ursache für die leichte Beeinträchtigung derzeit mit Hochdruck ermittelt wird. Parallel dazu wurde eine Spülung des Rohrnetzes eingeleitet. Zur Unterstützung der Desinfektion wird dem Trinkwasser vorübergehend Chlor zugeführt. Dies kann laut Angaben der Stadtwerke zu einem leichten Chlorgeruch führen, der jedoch gesundheitlich vollkommen unbedenklich sei. Den Anwohnern werden konkrete Handlungsempfehlungen gegeben. So sollte das Trinkwasser einmalig sprudelnd aufgekocht werden (mindestens 3 Minuten), bevor es zum Trinken, zur Zubereitung von Nahrung, zum Zähneputzen oder zur Reinigung von offenen Wunden verwendet wird. Für die Toilettenspülung und andere Brauchwasserzwecke kann das Leitungswasser hingegen ohne Einschränkungen genutzt werden. Auch für die Körperpflege, wie Duschen und Baden, ist das Wasser weiterhin nutzbar, solange es nicht verschluckt wird. Die Stadtwerke Grauenthal betonen, dass sie intensiv an der Behebung der Störung arbeiten. Sobald die Laborwerte wieder den strengen Vorgaben entsprechen, werde man die Bevölkerung umgehend über Handzettel, Website und Lokalradio über die Aufhebung des Abkochgebots informieren. Der Bereich Wasserversorgung der Stadtwerke bittet abschließend um Verständnis für diese notwendige Maßnahme der Qualitätssicherung.


Die ehrliche Kommunikation

ALARMSTUFE ROT: SYSTEMVERSAGEN – DIE UNGESCHMINKTE WAHRHEIT ÜBER GRAUENTHAL
Grauenthal (Eigenbericht) – Das Schutzsystem der Wasserversorgung im Ortsteil Grauenthal hat versagt. Während offiziell beschwichtigt wird, herrscht hinter den Kulissen Alarmstufe Rot, denn in das eigentlich geschlossene Trinkwassernetz sind Fäkalbakterien eingedrungen. Was in unserer Pressemitteilungen oft nur nebulös als „mikrobiologische Auffälligkeit“ oder „geringfügige Grenzwertüberschreitung“ bezeichnet wird, bedeutet im Klartext: Das Wasser ist mit E. Coli oder coliformen Keimen belastet. Es ist nicht mehr keimfrei und verstößt damit eindeutig gegen die gesetzlichen Hygienevorschriften.

Der gefährliche Zeitverzug:  Die wohl bitterste Wahrheit betrifft den Zeitfaktor. Da mikrobiologische Laborauswertungen technisch bedingt zwischen 24 und 48 Stunden dauern, ist die Verunreinigung zum Zeitpunkt der Warnung faktisch bereits seit mindestens zwei Tagen im Netz. Hinzu kommt ein strukturelles Defizit: Da keine täglichen Kontrollen an jeder Stelle durchgeführt werden, ist völlig unklar, wann genau der Keimherd erstmals aufgetreten ist. Wenn Sie in Grauenthal wohnen, haben Sie dieses belastete Wasser höchstwahrscheinlich bereits lange getrunken, damit gekocht oder sich die Zähne geputzt, bevor die Behörden diese Warnung überhaupt herausgeben konnten.

Ahnungslosigkeit statt "Hochdruck":  Entgegen der meist beruhigenden Rhetorik, man arbeite „mit Hochdruck an der Lösung“, kennen die Verantwortlichen die Ursache oft noch gar nicht. Hinter den Kulissen herrscht Ratlosigkeit: Drückt ein unentdeckter Rohrbruch Gülle oder Abwasser ins Netz? Liegt eine tote Maus im Trinkwasserspeicher? Oder ist eine technische Anlage defekt? Während offiziell Souveränität simuliert wird, sucht man in Wahrheit oft verzweifelt nach dem Leck.

Die Chlor-Falle:   Wenn während der Abkochphase der Keimherd nicht gefunden wird,  wird als Notbremse massiv Chlor in die Leitungen gepumpt. Dass das Wasser dadurch chemisch riecht und ungenießbar schmeckt, wird in Kauf genommen, da es die einzige Möglichkeit ist, die Bakterienlast zu reduzieren. Doch das Chlor hat einen erheblichen strategischen Nachteil, der aus Gründen der Panikvermeidung gern verschwiegen wird: Es macht die Fehlersuche fast unmöglich. Um das Leck im kilometerlangen Leitungsnetz zu finden, sind die Techniker auf die Bakterien als Spur angewiesen – dort, wo die Konzentration am höchsten ist, befindet sich meist der Schaden. Durch die sofortige und massive Chlorung wird diese Spur jedoch vernichtet. Die Chlorung überdeckt das Symptom wie ein Anstrich über einem Schimmelfleck, sabotiert aber gleichzeitig die Suche nach der Ursache.   Obwohl wir das wissen, tun wir so, als hätten wir mit einer völlig unbedenklichen Chlorung, die durch das Gesundheitsamt genehmigt wurde, alles im Griff.  Wir chloren solange, bis auch die letzte Probe keine Keime mehr nachweist. Dann erzählen wir euch, dass alles in Ordnung ist und ihr das Wasser wieder bedenkenlos trinken könnt.
Wir informieren euch natürlich nicht darüber, dass sobald die Chemikalien abgesetzt werden, die Gefahr droht, dass die Verunreinigung sofort zurückkehrt, da die Eintrittspforte für das Schmutzwasser nie repariert wurde.
Im Übrigen ist das verhängte Abkochgebot keine reine Vorsichtsmaßnahme für Überängstliche, sondern eine medizinische Notwendigkeit. Das Wasser enthält Krankheitserreger, und wer es ungekocht konsumiert, riskiert ernsthafte Magen-Darm-Infekte. Fakt ist: Das Wasser aus der Leitung in Grauenthal ist aktuell kein Lebensmittel mehr, sondern ein Hygienerisiko.

Die Keimzahlen: Wenn wir als Wasserversorger vollkommen transparent mit Ihnen kommunizieren dürften, müssten wir Ihnen erklären, warum wir in unseren Warnmeldungen  nie die aktuelle Keimzahl nennen. Während Sie bei Feinstaubwerten oder Ozonbelastung exakte Daten erhalten, verweigern wir Ihnen beim Trinkwasser konsequent die konkreten Messwerte. Wir tun dies nicht aus Versehen, sondern mit System. Wir verschweigen Ihnen bewusst die Keimzahl und die Existenz einer mikrobiologischen Zweiklassengesellschaft in Ihren Leitungen, weil wir Ihnen die Wahrheit nicht zutrauen, Panik vermeiden wollen, unser eigenes Image schützen und uns vor unserer Verantwortung drücken wollen. Ehrlichkeit würde bedeuten, dass wir Ihnen offenlegen, dass Keim nicht gleich Keim ist. Wir unterscheiden intern sehr genau zwischen zwei Klassen. Die erste, gefährliche Klasse sind E. Coli und Enterokokken. Finden wir diese, müssen wir Ihnen eigentlich sagen: Es sind Fäkalien im Wasser. Das System ist nach außen offen, und Sie trinken potenziell verdünntes Abwasser oder Gülle-Rückstände. Die zweite Klasse sind coliforme Keime, die oft eher auf allgemeinen Schmutz, verrottendes Pflanzenmaterial oder Biofilm in den Rohren hindeuten. Indem wir in unseren Pressemitteilungen jedoch beide Gruppen unter dem weichen, technischen Begriff der mikrobiologischen Beeinträchtigung zusammenfassen, verwischen wir diese Grenzen absichtlich. Wir nehmen Ihnen die Möglichkeit zu unterscheiden, ob Sie gerade relativ harmlosen Schmutz oder gefährliche Fäkalbakterien konsumieren, damit das Wort Fäkalien niemals in der Zeitung steht. Noch gravierender ist unser Schweigen über die Menge. Wir müssten Ihnen eigentlich gestehen, dass wir Sie entmündigen, indem wir die konkreten Laborzahlen unter Verschluss halten. Das Gesetz unterscheidet nur zwischen Grenzwert eingehalten oder überschritten. Für Ihre Gesundheit und Ihr Sicherheitsgefühl macht es jedoch einen gewaltigen Unterschied, ob wir 2 Keime oder 1000 Keime pro 100 Milliliter finden. Ein Wert von 2 könnte ein Zufallsbefund oder ein kleiner Probennahmefehler sein. Ein Wert von 1000 ist eine massive Kontamination. Würden wir Ihnen offen kommunizieren, dass wir 800 E. Coli Bakterien in Ihrer Leitung gefunden haben, würde uns niemand mehr die Floskel von der geringfügigen Abweichung abkaufen. Das Ausmaß unseres Kontrollverlusts wäre für jeden sichtbar. Indem wir die Zahl verschweigen, lassen wir Sie im Unklaren darüber, ob es sich um eine kleine Schramme oder einen Totalschaden an Ihrer Versorgung handelt. Wir tun das, damit Sie ruhig bleiben und wir uns nicht den unangenehmen Fragen nach der wahren Dimension des Problems stellen müssen.

Leider sind wir mit unserer ehrlichen Kommunikation noch nicht fertig.
WAS WIR IHNEN ÜBER DEN BEGRIFF INDIKATORKEIM VERSCHWEIGEN ODER WARUM E. COLI NUR DIE SPITZE DES EISBERGS IST
Wenn wir in unseren Berichten das Wort Indikatorkeim verwenden, klingt das für Sie wahrscheinlich nach einem harmlosen technischen Messwert. Tatsächlich müssten wir Ihnen aber erklären, dass dieser Begriff eine Warnung vor einer viel größeren, unsichtbaren Gefahr ist. Bakterien wie E. Coli oder Enterokokken sind deshalb so gefürchtet, weil sie von Natur aus fast ausschließlich im Darm von Menschen und warmblütigen Tieren vorkommen. Wenn wir diese Bakterien in Ihrem Trinkwasser finden, ist das der unwiderlegbare Beweis dafür, dass Fäkalien in das Leitungsnetz gelangt sind. Das Wort Indikator bedeutet hierbei nichts anderes als Stellvertreter. Wir suchen im Labor nämlich standardmäßig gar nicht nach jedem einzelnen Krankheitserreger, weil das viel zu teuer und zeitaufwendig wäre. Wir suchen nur nach diesen Darmbakterien, weil sie leicht nachzuweisen sind. Die grausame Wahrheit dabei ist: Diese Indikatorkeime sind nur die Fahnenträger einer ganzen Armee. Wo ein Weg für ein E. Coli Bakterium offen ist, ist auch der Weg frei für alles andere, was sich im Abwasser oder in Gülle befindet. Das bedeutet konkret: Wenn der Indikator positiv anschlägt, schwimmen in Ihrem Wasserglas höchstwahrscheinlich nicht nur diese Bakterien, sondern potenziell auch Viren wie Noro-, Rota- oder Hepatitis-Viren sowie Parasiten, nach denen wir gar nicht explizit gesucht haben. Der Indikatorkeim signalisiert uns lediglich, dass die Barriere zwischen dem sauberen Trinkwasser und der schmutzigen Außenwelt gebrochen ist. Er ist der Beweis für eine fäkale Verunreinigung. Wir sagen Ihnen also durch die Blume: Da wir Fäkalbakterien gefunden haben, müssen Sie davon ausgehen, dass Sie gerade einen unfiltrierten Cocktail aus allem zu sich nehmen, was zuvor durch einen fremden Darm gewandert ist.

PSEUDOMONAS AERUGINOSA: DER RESISTENTE KEIM, DER UNTER DEM RADAR FLIEGT
Wenn wir ehrlich sein dürften, müssten wir zugeben, dass unsere Überwachung Lücken hat. Ein besonders gefährlicher Lückenbüßer ist Pseudomonas Aeruginosa. Bitte verwechseln Sie diesen Keim nicht mit Legionellen. Während Legionellen im Warmwasser lauern und beim Duschen eingeatmet werden müssen, ist Pseudomonas ein Kaltwasserkeim, der den direkten Kontakt sucht. Er ist der Albtraum für jede offene Wunde, für Augen und Ohren. Wir verschweigen Ihnen daher, dass wir es hier mit einem der gefürchtetsten Krankenhauskeime zu tun haben, der über eine Eigenschaft verfügt, die ihn brandgefährlich macht: Er ist von Natur aus gegen viele gängige Antibiotika resistent. Wenn Sie sich über das Leitungswasser eine Wundinfektion mit diesem Erreger holen, stehen Ärzte oft machtlos da, weil ihre Standardmedikamente nicht mehr wirken. Seine zweite Superkraft ist die Resistenz gegen unsere wichtigste Waffe: das Chlor. Pseudomonas Aeruginosa ist ein Meister im Bau von Bunkern. Er bildet in den Wasserleitungen – bevorzugt in Kaltwassersträngen und Endleitungen – einen sogenannten Biofilm. Das ist eine schleimige Schutzschicht, in die er sich zurückzieht. Wenn wir das Netz chloren, prallt die Chemie an diesem Schleim oft wirkungslos ab. Der Keim überlebt den Angriff, vermehrt sich im Schutz des Biofilms weiter und wird wieder ins Wasser abgegeben, sobald die Chlorung endet. Der eigentliche Skandal liegt jedoch in der fehlenden Meldepflicht und Überwachung für normale Haushalte. Hier messen wir mit zweierlei Maß. Für Krankenhäuser und Pflegeheime gelten extrem strenge Grenzwerte (0 KBE/100ml), weil man weiß, wie tödlich dieser Keim für Geschwächte ist. Doch für Ihr privates Wohnhaus sieht die Trinkwasserverordnung diese strenge routinemäßige Untersuchung standardmäßig gar nicht vor. Während wir bei Legionellen Vermieter zur Prüfung zwingen und bei E. Coli sofort das ganze Netz sperren, fliegt Pseudomonas im normalen Versorgungsnetz oft unter dem Radar. Wir tun das oft als Problem Ihrer Hausinstallation ab – ein schmutziger Perlator (Wasserhahn-Sieb) oder ein selten genutztes Gästeklo reicht ihm oft als Brutstätte. Da wir ihn im normalen Routinebetrieb nicht standardmäßig suchen müssen, wiegen Sie sich in Sicherheit, während ein multiresistenter Keim aus Ihrem Hahn fließen kann, vor dem uns der Gesetzgeber im privaten Bereich kaum schützt.

GANZ WICHTIG: DER WASSERVERSORGER UNTERSTEHT 

WENN WIR FREI SPRECHEN DÜRFTEN: DAS GESTÄNDNIS ÜBER UNSER MARODES NETZ
Wenn wir Ihnen die volle Wahrheit über den Zustand Ihrer Wasserversorgung zumuten dürften, müssten wir damit beginnen, dass wir keine Garanten für ewige Sicherheit sind, sondern Verwalter eines schleichenden Verfalls. Ein Großteil unseres Leitungsnetzes stammt aus den sechziger oder siebziger Jahren und hat seine technische Lebensdauer längst überschritten. Wir sitzen sprichwörtlich auf einer tickenden Zeitbombe aus korrodierendem Metall und brüchigem Asbestzement, aber wir haben weder das Geld noch das Personal, um diesen Investitionsstau aufzulösen. Ehrlichkeit würde bedeuten zuzugeben, dass wir eine Strategie des Flickwerks betreiben. Wir sanieren das Netz nicht systematisch, sondern wir betreiben Feuerwehrpolitik. Wir warten, bis ein Rohr bricht oder Keime auftreten, und flicken dann genau diese eine Stelle, wohl wissend, dass zehn Meter weiter das nächste Leck wartet. Eine grundlegende Erneuerung der Infrastruktur würde bedeuten, dass wir überall in der Stadt die Straßen aufreißen und Ihren Wasserpreis verdreifachen müssten. Da das politisch nicht gewollt ist und Ihnen nicht vermittelbar wäre, fahren wir das System bewusst auf Verschleiß und hoffen, dass der große Kollaps ausbleibt. Zudem müssten wir Ihnen gestehen, dass das Rohrnetz für uns eine Black Box ist. Anders als oft suggeriert, haben wir keine Sensoren an jeder Ecke, die uns den Zustand der Leitungen in Echtzeit melden. Wir wissen oft schlichtweg nicht, was da unten passiert, bis das Wasser aus dem Asphalt sprudelt oder eine Laborprobe im Nachhinein Alarm schlägt. Wir kontrollieren nicht alles, wir reagieren nur auf Symptome. Wir kämpfen zudem einen fast aussichtslosen Kampf gegen Nitrat aus der Landwirtschaft und Spurenstoffe aus Medikamenten, die unser Rohwasser belasten. Wir bauen immer teurere Filteranlagen, um die Sünden der Industrie und Agrarpolitik auszubaden, anstatt die Ursachen zu bekämpfen. Die bittere Wahrheit ist: Die Ära der selbstverständlichen, billigen und hundertprozentigen Versorgungssicherheit geht zu Ende, aber niemand traut sich, Ihnen zu sagen, dass unser System auf tönernen Füßen steht.

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